Autor: Christina Buchner

Disziplin – unverzichtbares und ungeliebtes Stiefkind

Also lautet ein Beschluss,dass der Mensch was lernen muss. So weit Wilhelm Busch, aber darüber sind wir uns ja alle einig: Damit Kinder sich später in der Welt gut zurechtfinden und ihren Platz im Leben erobern können, müssen sie vorher was lernen. Wir sind uns auch darüber einig, dass Zwang, Drill und Angst schlechte Lehrmeister sind. Trotzdem ist zu beobachten, dass in unserer sogenannten „Leistungsgesellschaft“ viele Kinder genau mit diesen altmodischen Methoden auf Leistung getrimmt werden sollen:Nachhilfe schon für Grundschüler, Selbstzweifel bei den Kindern, Angst vor schlechten Noten und der damit oft einhergehenden Ablehnung durch die Eltern sowie Liebesentzug. Dieses Elend wird in zahlreichen Veröffentlichungen geschildert. Die Schule kann nicht Reparaturinstitut für gesellschaftliche Mängel sein, aber wir können mit unseren Mitteln das Beste aus der Lernnsituation in der Schule machen. Und damit schulisches Lernen erfolgreich sein kann, muss in der Klasse ein Disziplinlevel geschaffen werden, der das ermöglicht. Wobei es entschieden zu kurz gesprungen ist, nur ganz fixiert auf das Thema Disziplin zu starren. Denn ein bekömmliches Lernklima für alle in der Klasse befindlichen Menschen …

So lernen alle Kinder rechnen

Viele Kinder tun sich in der Grundschule schwer mit Zahlen. Schnell heißt es dann: Dyskalkulie. Das muss nicht sein. In diesem Buch zeige ich sehr anschaulich, anhand vieler Übungen und Beispiele, wie Lehrer allen Kindern den Einstieg in die Welt der Zahlen ermöglichen können. Der Kerngedanke: Mechanisches Rechnen hilft nicht – Kinder müssen Rechnen handelnd begreifen.Das Buch bietet dafür einfache und zwingende Anschauungs- und Erklärungsmodelle, mit denen mathematische Klippen wie z.B. der Zehnerübergang gut bewältigt werden können. Christina Buchner, So lernen alle Kinder rechnen, Weinheim und Basel, 2012

Arbeitshefte Rechnen

Die Arbeitsblätter passen zum Buch, können aber auch von diesem unabhängig verwendet werden. Das Besondere an ihnen ist, dass sie die Kinder nicht visuell überfordern durch eine Fülle verschiedener Aufgaben auf kleinem Raum, sondern dass jedes Blatt die konzentrierte Beschäftigung mit nur einem Thema erfordert, dieses aber gründlich behandelt.Hier wird in die Tiefe gelernt und nicht nur oberflächlich in die Breite. Christina Buchner, Mathematik-Arbeitsblätter für die 1. Klasse, Weinheim und Basel, 2012 Christina Buchner, Mathematik-Arbeitsblätter für die 2. Klasse, Weinheim und Basel, 2013

Richtig schreiben geht natürlich

Warum haben so viele Kinder Schwierigkeiten mit dem Rechtschreiben? Die Antwort gibt dieses Buch: Wer nie gründlich das Schreiben gelernt hat, wer motorisch nur schwer in der Lage ist, den Stift zu halten und in den richtigen Bewegungen über das Papier zu führen, der wird für die richtige Schreibweise von Wörtern wenig bis gar keine Energie mehr aufwenden können. In diesem Fachbuch wird erstmals auf die Grundlagen des Schreibens eingegangen. Es wird dafür plädiert, vor dem Rechtschreiben erst einmal das Schreiben richtig zu lernen. Erst wenn der Vorgang des Schreibens mühelos geworden ist, sind die Kinder auch in der Lage, sich auf die richtige Schreibweise von Wörtern zu konzentrieren. Christina Buchner, Richtig schreiben geht natürlich, Norderstedt, 2023

Das Phantom Dyskalkulie

Dyskalkulie – „Krankheit“ oder unpassender Lernweg? Das Thema Dyskalkulie wird sehr kontrovers diskutiert. Es gibt eine wissenschaftliche Fraktion, die die Krankheitsthese verficht, also: Dyskalkulie als Defizit, das eben einfach da ist.Dann gibt es aber auch einige veritable Fachleute, die die Bedeutung eines guten Rechenunterrichts als Schlüsselthema sehen für das Schon- oder Nicht-Auftauchen von Dyskalkulie.Ich vertrete und begründe die Auffassung, dass guter Rechenunterricht jedem Kind Zugang zum Beherrschen der Grundrechenarten ermöglichen kann. Christina Buchner, Das Phantom Dyskalkulie, Weinheim und Basel, 2018

Unterricht entschleunigen

Stress, Druck und Hetze bestimmen oft bereits in der Grundschule den Alltag von Lehrern, Schülern und Eltern. Doch es ist möglich, trotz starrer Rahmenbedingungen und zahlreicher Anforderungen den schulischen Alltag für alle Beteiligten angenehm zu gestalten – ohne Hektik und Stress.Der Fokus liegt auf der Autonomie der einzelnen Lehrer. Du findest erprobtes Handwerkszeug für eine alternative Umsetzung des Lehrplans. Methodenfreiheit neu gedacht, fächerübergreifendes Unterrichten und Projektarbeit ermöglichen einen entschleunigten Unterricht. Zusätzlich gibt es noch Online-Materialien. Christina Buchner, Unterricht entschleunigen, Weinheim und Basel,

Rechtschreiben – gar nicht so schlimm

Früh übt sich – kein blöder Spruch, sondern didaktische Realität Immer wieder einmal wird das leidige Thema der schlechten Rechtschreibleistungen in der Presse thematisiert, zuletzt im Zusammenhang mit dem neuerlichen Pisaschock. Öfter wird dann auch auf den didaktischen Ansatz „Lesen durch Schreiben“ von Jürgen Reichen hingewiesen, der sozusagen als Sündenbock herhalten muss, weil nach dieser Methode die Kinder zunächst Wörter und Sätze so verschriften, wie sie sie hören. Diesem Vorurteil möchte ich entschieden widersprechen, nicht, weil ich nach der Reichen-Methode unterrichtet hätte und ein Fan derselben wäre – ganz und gar nicht! Ich vertrete didaktisch einen völlig anderen Ansatz des Lesenlernens, aber ich finde, dass hier wieder einmal Verantwortung abgeschoben wird.Nicht jede Lehrkraft, die exzessiv und viel zu lange die Kinder einfach so schreiben ließ, wie sie es hörten, hat nach der Reichen-Methode unterrichtet, das waren die wenigsten. Nur der Ansatz des Laissez-faire-Schreibens war ein sehr bequemer, und da er noch dazu „irgendwie“ in Mode war, sprangen viele Lehrer relativ unreflektiert auf diesen Zug auf. Es ist durchaus sinnvoll, die Erstklässler in den ersten Monaten …

Pisaschock Lesen

Alle paar Jahre wieder – das Elend von Pisa Kurz vor Weihnachten ging durch die Republik wieder einmal der Pisaschock. Unsere 15-jährigen Youngsters können nicht richtig lesen! Die Erklärung war schnell gefunden: Corona war schuld. Schließlich war in den drei Jahren vor der Studie der Unterricht nur in eingeschränkter Form möglich. Diese Begründung wirkt auf den ersten Blick vielleicht überzeugend – aber nur, wenn man vom Lernen einerseits wenig Ahnung hat oder andererseits einfach nicht richtig nachdenkt. Lesen lernt man in der Grundschule Wann lernt man denn das Lesen? Das ist doch „eigentlich“ jedem klar: in der Grundschule, und die beschult Kinder zwischen 6 und 10 Jahren. Wie alt aber sind die Schüler, die beim Pisatest versagen? 15 Jahre! Nun wäre es schon interessant zu hören, welche Erklärung es dafür gibt, dass Schüler, die während ihrer Grundschulzeit einen Leselehrgang und die daran anschließende Lesepraxis erfolgreich absolviert haben, diese erworbene Fähigkeit zwischen dem 12. und dem 15. Lebensjahr wieder verloren haben. Lesen ist wie Radfahren – wer’s einmal ordentlich gelernt hat, der kann’s Man muss nicht …

Wie heißt der gleich wieder? Buchstaben – unverzichtbare Lesebausteine

Um flott, flüssig und sicher lesen zu können, müssen die abstrakten Zeichen, aus denen wir Wörter, Sätze und Geschichten formen, ganz selbstverständlich und vor allem schnell in Laute umgesetzt werden können.Das alleine macht zwar das Lesen noch nicht aus, aber es ist eine notwendige Voraussetzung, ohne die Lesen nicht möglich ist. Wie sich dann aus einzelnen Buchstaben Silben und Wörter formen, ist ein weiterer Schritt. Aber der erste Schritt ist unverzichtbar. Nun ist es so, dass Kinder die Welt in der Vorschulzeit durch die Auseinandersetzung mit echten Dingen kennen lernen, also einen dreidimensionalen, direkten Zugang haben zu allem, was sie umgibt. Was bedeutet das nun konkret?