3 Faktoren sind entscheidend
Motivation
die Voraussetzung, ohne die einfach gar nichts läuft.
Noch wirksamer ist es, wenn aus Motivation Begeisterung wird.
Du kannst als Lehrkraft sehr viel dazu beitragen.
Glenn Doman, ein begnadeter Therapeut, der mit neurologisch schwer beeinträchtigten Kindern arbeitete, sagte einmal, dass Begeisterung in der Lage sei, auch gravierende Defizite zu kompensieren.
ein gehirnfreundlicher Leselehrgang
Dazu muss dir bewusst sein, wie abstrakt unsere Schriftsprache ist.
Ein A heißt ja nur deshalb A, weil wir uns darauf geeinigt haben.
Aber niemand kann dem A seinen Lautwert ansehen.
Deshalb ist das Verknüpfen von Buchstaben-Form und Buchstaben-Bild so wirksam für das Einprägen der Buchstaben.
Aber zu einem gehirnfreundlichen Leselehrgang gehört noch mehr.
Die Inhalte müssen interessant und ansprechend sein.
Deshalb plädiere ich für das Lesenlernen mit Bildern und Geschichten.
Erzähle am 1. Schultag die Geschichte von Anton mit dem langen Arm.
Du kannst dir die Geschichte herunterladen.
Dann gibt es viele weitere gehirnfreundliche Aktivitäten, die du ausführlich in meinem Buch „Lesenlernen mit links“ dargestellt findest.

gut angeleitete langfristige Übung
Das ist der Teil, der für Lehrkräfte am herausfordernsten ist, denn hier ist wirklich Betreuung und Anleitung nötig. Ich habe für diesen Zweck das 100-Stunden-Lesetraining entwickelt, das die Kinder in Viertelstundenhäppchen langfristig zum Leseprofi macht. Dieses Training ist ebenfalls in meinem Buch „Lesenlernen mit links“ ausführlich beschrieben.
Fazit:
Der Weg zur Lesemeisterschaft ist lang und auch mühsam, das kann nicht verschwiegen werden. Aber Lesekompetenz ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Lebens- und Berufstüchtigkeit und wir können es uns nicht leisten, hier aufzugeben.

