Alle Artikel in: Schreiben

So weit muss es nicht kommen

Wenn bereits bei der Druckschrift heftig radiert, unleserlich verbessert und insgesamt wenig sorgfältig gearbeitet wird, sieht es für das Erlernen einer gut lesbaren Schreibschrift erst recht düster aus. Also: Wehret den Anfängen! Das ist bei der – zunächst – ja durchaus vorhandenen Lernfreude und Begeisterung der Erstklässler gar nicht so schwer. Einige Grundsätze sind wichtig: Grundsatz 1: Es ist NICHT egal, in welcher Richtung der Stift über das Papier geführt wird. Die richtige Schreibrichtung soll also von Anfang an ein wichtiges Thema sein. Grundsatz 2: Die Buchstabenformen sollen auf vielfältige Weise geübt werden:– Großräumig in der Luft,– auf unliniertem Papier,– mit Knete,– auf dem Boden.So werden die Formen verinnerlicht. Grundsatz 3: Fehler werden von Anfang an sauber mit Durchstreichen und nochmal Schreiben verbessert. Nicht so: Sondern lieber so: Grundsatz 4: Wir haben ein wachsames Auge darauf, Fehlformen zu verhindern oder wenigstens sie schnell zu erkennen und zu verbessern. Der gerade Strich am a verführt zum schlampigen Schreiben. Das Häkchen gibt der Schrift Halt und verhindert Fehlformen leichter. Auch wenn die offizielle Druckschrift nur den geraden …

Neu: So führst du Kinder zur flüssigen Schreibschrift

Warum haben so viele Kinder Schwierigkeiten mit dem Rechtschreiben? Die Antwort gibt dieses Buch: Wer nie gründlich das Schreiben gelernt hat, wer motorisch nur schwer in der Lage ist, den Stift zu halten und in den richtigen Bewegungen über das Papier zu führen, der wird für die richtige Schreibweise von Wörtern wenig bis gar keine Energie mehr aufwenden können. In diesem Fachbuch wird erstmals auf die Grundlagen des Schreibens eingegangen. Es wird dafür plädiert, vor dem Rechtschreiben erst einmal das Schreiben richtig zu lernen. Erst wenn der Vorgang des Schreibens mühelos geworden ist, sind die Kinder auch in der Lage, sich auf die richtige Schreibweise von Wörtern zu konzentrieren. Christina Buchner, Richtig schreiben geht natürlich, Norderstedt, 2023

Handschrift – notwendige Kulturtechnik oder überflüssige Qual?

Was sagt die Wissenschaft? Da sind sich mittlerweile so gut wie alle einig, dass das Schreiben mit der Hand weit mehr ist als einfach nur das Fixieren von Inhalten auf Papier. Tippen auf einer Tastatur ersetzt nicht das Schreiben mit der Hand – das ist ein Denkfehler, der in einigen Ländern zu einem rasanten Anstieg des funktionalen Analpabetismus geführt hat. Auch wenn nun vielerorts zurückgerudert wird – zunächst einmal ist ein immenser Schaden entstanden und die Zeche bezahlen die Schüler.Hier sollen nur einige Stichpunkte zum Nutzen des Schreibens mit der Hand angeführt werden, die in allen Publikationen auftauchen: Die Liste könnte noch länger sein, aber bereits die angeführten Pluspunkte müssten überzeugend genug sein, um zu verdeutlichen, dass sich Handschreiben nicht einfach durch das Tippen auf einer Tastatur ersetzen lässt. Erstes Schreiben in Druckschrift Das Lesenlernen soll durch Schreiben der gelernten Buchstaben begleitet werden, allerdings zunächst noch in Druckschrift. Dieses Schreiben erleichtert das Speichern und Wiedererkennen, weil visuelle Wahrnehmung und feinmotorischer Ablauf hier einander verstärkend ergänzen. Wie die ersten Schreibversuche sinnvoll angelegt werden können, dazu findest …