Christina Buchner

IN JEDEM KIND STECKT EIN GENIE

Eltern,  die neben ihrem Kind sitzen und dieses Schritt für Schritt durch die Hausaufgabe lotsen, ihm buchstäblich  die Würmer aus der Nase ziehen;

Eltern, die bei den Mitschülern anrufen und nachfragen, was überhaupt auf ist;

Eltern, die ihrem Kind alles herrichten und ihm jede einzelne Aufgabe ansagen.

 

Das ist sicher alles gut gemeint und zeugt auch von Pflichtbewusstsein der Eltern, wird sich aber langfristig negativ auswirken, denn auf diese Weise betreute Kinder sehen gar keinen Grund, selbst Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden. Es ist ja viel bequemer, wenn Mama das alles macht.

 

Die zweite Gruppe von Eltern signalisiert durch geringe Anteilnahme auch geringes Interesse  an der schulischen Arbeit. Das ist für die Motivation des Kindes negativ, denn gerade Grundschulkinder brauchen die Anerkennung und Anteilnahme ihrer Bezugspersonen, weil ein großer Teil ihrer Motivation im Streben nach Lob und Anerkennung begründet ist. Erst allmählich wird aus dieser extrinsischen - von außen gesteuerter - Motivation eine intrinsische, also eine Motivation, die aus dem Kind und aus der Sache kommt.

 

Es wird im ersten Fall die Anstrengungsbereitschaft des Kindes und im zweiten Fall seine Motivation deutlich verringert. Beides sind aber sehr wichtige Eigenschaften für das erfolgreiche Lernen und mindestens genau so wichtig wie die kognitive Intelligenz.