Christina Buchner

IN JEDEM KIND STECKT EIN GENIE

Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.

Ludwig Wittgenstein

Wahrnehmen, Sprechen und Denken

Wer besser sprechen kann, kann auch besser denken. Objekte, die ich benennen kann, kann ich geistig besitzen. Ich kann über sie nachdenken, mit ihnen operieren. Was ich in meiner "geistigen Schublade" verwahrt habe, kann ich jederzeit wieder hervorholen.

Das leuchtet ein.

Doch nicht nur das kindliche Denkvermögen profitiert von der Sprachkompetenz: Auch die Wahrnehmung wird differenzierter, wenn ein Kind sprachlich gut gefördert wird. Das kann jeder selbst erfahren, der einen Spaziergang macht: Unsere Sinne sind geschärft für Pflanzen, deren Namen wir kennen. Diese nehmen wir deutlicher wahr als solche, die uns unbekannt sind.