Christina Buchner

IN JEDEM KIND STECKT EIN GENIE

Eltern sind die wichtigsten Partner ihrer Kinder. Auf dieser Seite bekommen Sie Tipps, wie Sie das schulische Lernen Ihrer Kinder gut begleiten können.

Eltern als Coach

Grundschulkinder können ihr Lernmanagement noch nicht selbständig handhaben. Sie brauchen Begleitung, einen Coach.

Das soll nicht heißen, dass Eltern als Nachhilfelehrer jeden Nachmittag mit ihrem Kind zusammen das schulische Pensum nacharbeiten oder gar für ihr Kind Hausaufgaben erledigen sollen.

Es heißt aber sehr wohl, dass Eltern sich um den Rahmen des Lernens kümmern sollen:

eine feste Lernzeit

einen guten Platz zum Lernen (in den seltensten Fällen klappt das mit der Abgeschiedenheit im Kinderzimmer)

Material, das in Ordnung ist

vollständige Erledigung der Hausaufgaben

 

Eltern, die am schulischen "Job" des Kindes wirklich Anteil nehmen, verbessern die Erfolgschancen deutlich.

 

Hausaufgaben sinnvoll begleiten

Es gibt unter den Eltern verschiedene Typen von "Hausaufgabencoaches". Sie können in drei große Gruppen eingeteilt werden:

  • diejenigen, die ihrem Kind die Verantwortung völlig und oft auch noch einen Teil der Arbeit abnehmen;
  • diejenigen, deren Coaching sich auf kurze Nachfragen beschränkt, wie z.B.: "Bist du fertig?"
  • diejenigen, die ihrem Kind helfen, sich zu organisieren, die ihm aber nicht das Denken und Arbeiten und vor allem nicht die Verantwortung abnehmen.

Unter der ersten Gruppe gibt es dann verschiedene Ausprägungen, wie zum Beispiel

Erfolgreiches Hausaufgabencoaching

Was sollen nun Eltern tun, um das "Zuviel" genau so zu vermeiden wie das "Zuwenig"?

Dazu müssen wir uns vor Augen führen, dass kaum ein Grundschulkind bereits in der Lage ist, sein Lernen selbständig zu organisieren. Das gilt auch noch für die meisten Viertklässler.

Deshalb ist es Ihre Aufgabe, Ihrem Kind dabei zu helfen, eine Hausaufgabenstruktur einzuüben. Ihr Kind soll selbständig werden, das ist richtig. Das heißt aber nicht, dass es im Grundschulalter bereits selbständig ist. Der Weg zur Selbständigkeit wird schrittweise zurückgelegt.

Arbeitsplatz

Helfen Sie Ihrem Kind, seinen Arbeitsplatz zweckmäßig herzurichten: Zu Beginn liegen nur Federmäppchen und Hausaufgabenheft da.

Es wird immer nur herausgenommen, was für die jeweilige Aufgabe gebraucht wird, danach wird das gleich wieder weggeräumt.

Ablauf

Vor Beginn sollte die Reihenfolge der Hausaufgaben festgelegt werden. Das erleichtert zügiges Arbeiten.

Kontrolle

Es ist nicht Ihre Aufgabe, Fehler zu verbessern. Das wäre eher schädlich, denn die Lehrkraft weiß dann ja nicht, was Ihr Kind schon oder nicht kann. Sie sollten aber die fertigen Aufgaben auf Vollständigkeit und Ordentlichkeit kontrollieren. Arbeitet Ihr Kind gewohnheitsmäßig schlampig, sollte es auch ruhig einen Teil der Arbeit einzweites Mal machen müssen. Das ist unangenehm und deshalb weit wirkungsvoller als Schimpfen oder Vorhaltungen.

Ausnahme

Die einzige Ausnahme, bei der verbessert werden darf, bilden Rechtschreibübungen oder abgeschriebene Texte. Macht Ihr Kind hier Fehler und Sie bemerken das, so ist es sinnvoll, diese sofort verbessern zu lassen. Rechtschreibübungen mit falsch geschriebenen Übungswörtern nützen nichts und auch das genaue Abschreiben wird am besten dadurch gelernt, dass Fehlerwörter sofort durchgestrichen werden (das ganze Wort und nicht nur ein falscher Buchstabe!). Macht Ihr Kind viele Abschreibfehler, dann wäre das die einzige Aufgabe, bei der es sinnvoll ist, wenn Sie daneben sitzen und stumm (nur durch Hindeuten, nicht durch Erklären!!) sofort auf Fehler aufmerksam machen.

Ordnung im Schulranzen

Nach der Hausaufgabe sollte Ihr Kind unter Ihrer Aufsicht selbst seine Sachen für den nächsten Tag herrichten. Dazu gehört auch das Spitzen der Stifte. Das ist Sache Ihres Kindes, aber Sie müssen es daran erinnern.